Sonntag, 4. September 2011

Zion National Park

Zion National Park

Im Snow Canyon musste ich erstmal mein Camper reparieren.
Da ich es selber machen möchte brauche ich jetzt eigentlich nur noch Werkzeug. Ein freundlicher Ranger hat mir seine private Akkubohrmaschine ausgeborgt.
Danach ging es in das Baucenter um die notwendigen Utensilien zu kaufen. Wieder auf dem Campingplatz musste ich zuerst mal alles demontieren was im Weg war. Um mein Camper hat es ausgesehen als ob eine Bombe eingeschlagen hat. Mit dem Wagenheber und einer gekauften Holzlatte konnte ich den 5 cm Schranz wieder zudrücken. Nach dem verkleben und anschrauben habe ich noch zusätzliche Verstärkungen eingebaut, ich denke die Konstruktion hält jetzt besser als vorher ;-)
Das ganze konnte ich in 5 Stunden Arbeit erledigen.
Jetzt bin ich im Zion National Park und es gefällt mir sehr hier. Ich glaube dass ich eine Woche hier bleiben werde. Für den 6 sept. habe ich dass Permit um die Subway zu besuchen. Heute habe ich mal spontan gefragt ob es für Morgen noch freie Permits hat, siehe da ich habe direkt eines bekommen jetzt kann ich mich 2 mal daran versuchen. Fuer die ganze Wanderung muss man in etwa mit 5 Stunden rechnen. Leider zogen ein paar Gewitter über die Region denn das Wasser in dem Virgin River ist eine braune Brühe.
Auch kann die Gefahr bestehen dass eine Flashflood durch die Schlucht schiesst, der Ranger denkt fuer die nächsten paar Tage bestehe keine Gefahr.
Ein Kanadier, der übrigens 6 Jahre in Zürich gearbeitet hat und praktisch kein Deutsch kann, hat mir erzählt dass in den Schluchten einem das Wasser bis an die Brust kommt. Auch sei die Strömung sehr stark. Ich hoffe dass ich meine Kamera wasserdicht verpackt bekomme. Es gibt hier ein Geschäft dass allerlei Waren die man so braucht ausleit. Ich hole mir dort Walkingsticks und ein wasserdichter Sack. Die Sticks braucht man weil man in der Brühe die Steine nicht sehen kann. Viele Leute fallen ins Wasser weil sie nicht aufpassen oder kein Wanderstock haben.
Heute habe ich gemerkt dass ich in einer neuen Zeitzone bin. Eine Stunde vor musste ich stellen.

Es gibt hier sehr viele längere Wanderwege sowie auch solche die kurz sind und einfach zu bewältigen sind. Ich habe fast alle gemacht die es gibt.
Um die Subway zu erreichen geht man am besten von unten rein durch den left fork trailhead. Die Wanderung entlang dem Bach ist sehr anstrengend, vorallem wenn man die komplette Fotoausrüstung auf dem Rücken trägt. In knapp 2 Stunden bei zügigem gehen kann man das Ziel der Begirde erreichen und man steht vor "The Subway".


Kurz davor hat es noch kleine Wasserfälle die plätschernd über natürliche Stufen fallen.



Auch fast an der selben Stelle ist "The Crack" 

das Wasser schiesst mit hoher Geschwindigkeit durch einen Spalt des roten Gesteins.
Gestartet habe ich meine Wanderung Morgens um 7 Uhr, das heisst ich musste früh Morgens 5 Uhr aufstehen, Frühstücken und fast eine Stunde fahren bis an den Parkplatz wo die Wanderung beginnt. Zuerst war ich alleine vor Ort bis eine 4er Gruppe von jungen Schweizern ebenfalls eintrafen. Mit denen habe ich mich dann noch weiter hinauf in den Canyon gewagt man musste durch diverse Pools schwimmen und auch Felsen erklimmen. Das Wasser war sehr kalt und man ist froh wenn irgendwo ein paar Sonnenstrahlen den Weg bis auf den Boden des Canyons finden. Gegen Mittag kamen dann die Leute an die sich von oben durch die Schlucht kämpften, man sah ihnen die Strapazen und Kälte in den Gesichtern an. Die einen schlotterten am ganzem Körper und waren froh nicht mehr weiter durch das Wasser schwimmen zu müssen.
Der Rückweg hatte es ebenfalls in sich muss man doch am Ende wieder aus der Schlucht raus was einem noch den Rest gibt.
Am nächsten Tag direkt die nächste Härteprobe. Wieder früh Morgens raus um "The Narrows"







zu bezwingen. Direkt nach den ersten 200 Meter musste ich durch brusttiefes Wasser waten was sehr "angenehm" ist so früh am Morgen und man noch nicht richtig wach ist. Danach watet man meistens durch knietiefes Wasser und muss x mal die Flusseite wechseln. Erschwerend ist dass das Wasser sehr trüb ist und man die Steine nicht sehen kann. Zum Glück habe ich meine Kamera wasserdicht verpackt und habe einen Stock der es erleichtert durch die starke Strömung zu waten. Ich war 8 Stunden in dem Canyon meine Füsse waren so aufgeweicht ich konnte die Hornhaut richtig abblättern. Auch hatte ich mein Rücken aufgescheuert von dem teilweise wasserdichten Schweizer Armee Kampfrucksack der sehr unbequem ist wenn man länger wandert.

Die nächsten paar Tage wanderte ich diverse Wege unter anderem zu den: Emerald Pools, Hidden Canyon, Angels Landing, Echo Canyon, Observation Point uvm..
Zischendurch bin ich die Kolob Road gefahren um das Wochenende auf dem Lava Point Campingplatzt zu verbringen. Von hier oben auf 2410 Meter Höhe kann man den ganzen Zion Park sehen mit all seinen diversen Schluchten.

 Der Weg zum Hidden Canyon ist nur für Leute ohne Höhenangst und trittsicher sollte man sein. Die Asiaten sind teilweise auf allen 4en gegangen.

 Auf dem Weg zum Lava Point

 Angels Landing, den Aufstieg habe ich in exact 58 Minuten geschafft, das letzte Stück hat es besonders in sich auch da ist absolute trittsicherheit ein Muss.

 The Watchman

 The Subway

Auf dem Weg zu der Subway

In der Subway

 The Crack

The Subway

The White Dome and The Orphan

 Sicht von den Emerald Pools

Virgin Towers vor dem Sonnenaufgang

Wasserfälle vor der Subway

Gruss Marco

Kommentare:

  1. Hoi Marco,

    War cool dich im Subway zu treffen. Deine Fotos sind spitze. Freue mich auf die vom Subway! Wir haben The Narrows noch am selben Tag gemacht, sind aber vermutlich nicht so weit hoch gelaufen wie du. Lava Point klingt auch sehr gut. Haben wir leider verpasst.

    Viel Spass weiterhin!

    Adrian

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  2. Danke Adrian,
    Ich bin jetzt schon über eine Woche hier und habe immer noch nicht alles gesehen.
    Morgen geht es nochmals in die Subway.
    Gruss Marco

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  3. Ich war gestern nochmals in der Subway weil mir die ersten Bilder nicht gut genug sind. Diesmal sind sie spitze ich werde sie naechstes mal raufladen.

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